GELD. GIER. MACHT
Der Fall Cum Ex
Schauspiel von
STEFAN ZIMMERMANN
2 D, 3 H / var. Dek.
UA 20. Februar 2026, a.gon Theaterproduktion, München
Das neue Theaterstück von Stefan Zimmermann beschäftigt sich mit den Hintergründen des Cum-Ex-Skandales.
Die leitende Bankangestellte Lena eröffnet ihrem Mann Emil in der Neujahrsnacht 2012, dass ihr bestimmte Geschäfte ihrer Bank unseriös vorkommen. Der gemeinsame Freund Lambert, von Beruf Steueranwalt, klärt Lena auf, dass Steuerbetrug in ungeheurem Ausmaß längst zu den „normalen“ Geschäften vieler Banker und Fonds gehört. Der Staat wird mit dem Geschäftsmodell „Cum-Ex“ aus purer Geldgier systematisch um Milliarden betrogen. Lambert war selbst daran beteiligt und will jetzt aussteigen. Lena beschließt aktiv zu werden. Ihr Mann und ihre beste Freundin Carla wollen sie dabei unterstützen. Sie müssen allerdings erkennen, dass die Erfinder des Modells offenbar bestens vernetzt sind und Beziehungen bis in höchste Kreise pflegen. Kein leichtes Unterfangen.
Aber Lena und ihre Freunde geben nicht auf. Sie setzen Lockvögel, versteckte Kameras und Kronzeugen ein, um den Milliardenbetrug aufzudecken. Gerade in einer Zeit, in der Steuergelder dringend benötigt werden, sollen diejenigen, die sich bereichert haben, und jene, die es gedeckt haben, zur Rechenschaft gezogen werden.
Schon das, was sich wirklich ereignet hat, liest sich wie ein Krimi. Steuergelder wurden und werden in Milliardenhöhe von gierigen Superreichen, von Finanzberatern, Rechtsanwälten, Brokern und Banken abgezockt. Der Staat war wieder einmal lange blind auf diesem Auge und viel zu langsam. Bis alle Schlupflöcher von Cum-Ex auch international gestopft wurden, dauerte es viele Jahre. Noch immer sind zahlreiche Ermittlungen und Verfahren im Gang.
Der Ablauf der CUM–EX–Geschäfte ist aus der Realität gegriffen, aber Stefan Zimmermann entwickelt eine eigene fiktionale Story. Keine „echten“ Personen treten auf, denn ein Theaterstück ist kein investigativer Journalismus. Ein Theaterstück liefert keine Dokumentation.
Ähnlich wie bei Mr. President first – bereits mehrfach erfolgreich bei a.gon auf Tournee – erwartet die Zuschauer:innen eine Mischung aus Politkrimi, Spannung und Unterhaltung.
ZUSCHAUERZITATE von der Uraufführung,
Interview: Regina Khartiunova
„Das ist ja die große Kunst, ein politisches Thema auch unterhaltsam rüberzubringen.“
„Der eigentliche Skandal ist, dass das so noch weitergeht, das ganze Spiel, und dass man dem nicht Einhalt gebieten kann. Das ist doch eigentlich der eigentliche Skandal.“
Stefan Zimmermann wurde in Rhyth geboren und lebt seit 30 Jahren in München. Nach der Schauspielausbildung und ersten Rollen (u.a. Stadttheater Aachen, Staatstheater München, Tourneen, Freilichtspiele und viele TV-Rollen) wechselte er nach Assistenzen bei Ingmar Bergman, George Tabori, August Everding und Fritz Muliar früh in das Regiefach. 1985 wechselte er an die Wiener Kammeroper und betreute als Dialogregisseur und Dramaturg Opernproduktionen. 1989 inszenierte er erstmals Loriots dramatische Werke am Fritz Rémond Theater in Frankfurt am Main. 2001 gründete er gemeinsam mit Iris von Zastrow, die a.gon Theaterproduktion. Für die Bühne adaptierte er u.a. den erfolgreichen Film MONSIEUR CLAUDE UND SEINE TÖCHTER, MONSIEUR CLAUDE 2 und MEIN BLIND DATE MIT DEM LEBEN. Ferner dramatisierte er den Roman DIE DEUTSCHSTUNDE von Siegfried Lenz (2015), sowie die Erzählung SIDDARTHA von Herman Hesse als Musical (2024) für die Bühne. Sein Stück MR. PRESIDENT FIRST ist seit 2018 auf deutschlandweiter Tournee.
Fotos © Alvise Predieri
